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Regen Bramata Und Bramata Im Regen...

Tremola (alte Gotthardstrasse)
Tremola (alte Gotthardstrasse)

Mit dem TransSwissTrail hab ich noch eine Rechnung offen.

In meinen Corona Zwangsferien bin ich bereits von Porrentruy bis nach Andermatt gelaufen. Zum Teil als Mehrtageswanderung und zum Teil als Trailrun. 

Das Wegstück im Tessin habe ich damals bewusst noch nicht gemacht weil damals die Coronakrise gerade im Tessin sehr intensiv ausgebrochen war.

Wir sind zu Dritt unterwegs. Adrian und Jana kommen mit.

Für Jana ist es die erste Mehrtageswanderung mit Zelt und sie träumt davon einmal den PCT zu wandern.

Momentan schreibt sie gerade eine Arbeit über das Thema. 

Mit dem Zug fuhren wir von Thun nach Andermatt.

Er wird uns über den Gotthardpass führen heute. 

Einmal mehr einen Pass den ich von der Strasse gut kenne aber noch nie gewandert bin. Und wieder einmal sehe ich die ganze Gegen dort anders an.

Wenn auch immer die Passstrasse hörbar führt uns der Trail schon fast idyllisch immer weiter in das felsige Gotthard Gebiet. 

Schon relativ bald erreichten wir so die Passhöhe auf 2100m.

Auf Adrians Empfehlung gönnten wir uns dort ein Käse/Wurst Plättli welches wirklich wahnsinnig gut war.

Dies gab uns die nötige Energie die Tremola runterzulaufen. 

Es war nicht sonderlich warm und der Himmel überzog sich immer mehr mit dunklen Wolken.

In Airolo angekommen, begann es tatsächlich zu regnen an. Wir zogen aber noch weiter um einen geeigneten Schlafplatz zu finden. Tatsächlich fanden wir einen solchen etwas oberhalb von Quinto um unsere beiden Zelte zu stellen. Das Gras war nass aber nur wenige Meter einem Trampelpfad gefolgt, entdeckten wir einen kleinen Wald mit einem Bächlein. Dort kochten wir dann auch unser Abendessen und die obligate heisse Schokolade. Der Regen prasselte auf die Zeltplane. Ich liebe dieses Geräusch. 

Am nächsten Tag liefen wir mehr oder weniger flach weiter. 

Der Tag führte uns weiter dem Valle Leventina entlang. Oft durch kleine Tessiner Dörfchen aber auch durch viel nassen Wald in dem gerade frisch Holz gefällt wurde.

In einem der Tessiner Dörfchen, in Osco setzten wir uns auf eine Gartenterasse und liessen uns vom bereits älteren Koch /  Eigentümer /  und höchstwahrscheinlich Gemeindepräsident🤪 eine echte Tessiner Bramata kochen. Als wir dann aber das Gericht serviert bekamen, fing es erneut an wie aus Kübeln zu regnen. Wir nahmen unsere Teller und setzten uns in das geschichtsträchtige Restaurant. Stil und Sauberkeit findet man dort nicht. Doch die Bramata schmeckte köstlich. Die beste die ich je gegessen habe. 

Bald liess der Regen nach. Hörte aber nur kurz wirklich auf. Wir liefen weiter. Von nun an leider viel auf Asphalt-Strässchen. 

Etwas oberhalb von Faido verbrachten wir die zweite Nacht. In dieser Nacht regnete es kaum. Es begann aber wieder als ich meine Augen aufmachte und eigentlich raus aus dem Zelt, meine Morgentoilette erledigen und Wasser aufkochen wollte. War ja klar! 

Als wir zusammenpackten war alles schön nass. Der heutige Trail war dann auch etwas langweilig und fast nur asphaltiert. Wir konnten auch auf der Karte sehen, dass es wohl noch etwas so weitergehen würde. 

In Anzonico war dann Schluss und wir nahmen den kleinen Dorfbus runter nach Faido um dort den Zug nach Hause zu nehmen. 

Es fehlt mir also nur noch das letzte Stück Tessin vom TransSwissTrail. 

Von sagen wir, Höhe Biasca bis nach Mendrisio. 

Jana, Vielen Dank das du uns begleitet hast. War echt eine coole Tour. 


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