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I need Coffee...

Ein Schluck Bleifrei 95 und ich hab wieder Energie
Ein Schluck Bleifrei 95 und ich hab wieder Energie

Die wertvollen zwei Wochen Ferien die ich nebst meinem Unbezahlten Urlaub dieses Jahr noch habe, will ich meinem Projekt - Bike to sea widmen. Es geht mir darum herauszufinden, ob mein Fahrrad, mein Packsystem und vor allem mein Po die zweiwöchige Tour mitmacht. Sollte es also irgendwelche Probleme geben, könnte ich noch reagieren bevor ich nach h Afrika reise.

Vor dem PCT habe ich einige Test Hikes gemacht. Jeder davon war der pure Horror. Nächtliche Gewitterstürme, Blasen an den Füssen und die Angst  dies alles nicht zu schaffen begleiteten mich auf meinen ersten mehrtägigen Wanderungen in der Schweiz. 

Insgeheim wünsche ich mir, dass mich die nächsten zwei Wochen genau so gut auf mein Afrika Projekt vorbereiten werden wie damals diese Erfahrungen vor dem PCT. 

Es gibt mir das Vertrauen, dass ich es kann. Das ich mit jeder Situation klar komme. Jede Situation, die man schon einmal so oder ähnlich erlebt hat, macht einem nämlich keine Angst mehr. 

Bike to sea soll aber auf keinen Fall einen Probelauf  für irgendwas sein, Vergleiche hinken immer. In erster Linie will ich einfach eine gute Zeit auf dem Fahrrad verbringen. Begleitet von meinem guten Freund Adrian. Ich will die Gegend langsam und detailliert anschauen können und mich aus eigener Muskelkraft fortbewegen. 

Schön wäre es am Ende der Tour irgendwo an der Cote d Azur ins Meer springen zu   und der Schweiss abwaschen zu können. 

Wir werden sehen ob und wie weit wir es schaffen. 

Seit dem Wochenende welches ich allein im Tessin verbracht habe, weiss ich auch bereits, dass ich mit dem Gepäck welches ich zur Verfügung habe gut zurechtkommen werde. Das Fahrrad erlaubt mehr Gewicht und Volumen als nur ein Rucksack, den man am Rücken trägt. Zelt, Schlafsack, Koch-Utensilien, Kleider ect. sind schliesslich von meinen unzähligen Wanderungen vorhanden und so was von durchgecheckt. Naja und beim Fahrrad, hab ich bis auf wenige Kleinteile alles Second Hand besorgt und ich bin stolz darauf, mein Bike so gut mit meiner günstigen Ausrüstung beladen zu können. Vor allem aber bin ich stolz, keine einzige Ortliebtaschen benutzen zu müssen. 

Ortliebtaschen sind die nämlich die türkisen Deuter Rucksäcke mit dem gelben Blümchen dran - nur eben für Velofahrer und nicht für Wanderer. 

Wir sind also von meinem Wohnort, Heimenschwand losgefahren. Wir waren beide erleichtert, dass unser Gepäck wie auch die Bremsen die erste steile Abfahrt problemlos überstanden hatten. 

Richtung Bern war es grösstenteils flach, bis wir dann nach Köniz abbogen. 

Das Wetter ist sonnig und warm. Jedoch etwas bewölkt. Dann gab meine Hinterbremse plötzlich sonderbare Geräusche von sich.... Es dauerte eine Weile, bis ich merkte, dass sich ein Bändel meines grünen Ospray Transporters dum den Bremsklötze gewickelt hatte. 

Ales halb so schlimm. 

Im Kanton Fribourg angekommen erschwerten uns viele kleinere und grössere Steigungen die Fahrt. Die Landschaft jedoch ist wunderschön. Ich wurde plötzlich müde...und sehnte mich nach einem Kaffee. Es war jedoch schwieriger als gedacht an einem Sonntag zu so einem zu gelangen. 

Erst ikurz vor Payerne fanden wir ein geöffnetes Restaurant wo wir einen Kaffee genossen. Kurz begann es u regnen an. Nicht schlimm, denn es waren nur einige Tropfen.  Nach der kleinen Schauer war es aber gleich viel angenehmer und kühler. In Payerne konnten wir dann auch bereits den Neuenburgersee hinter dem nächsten Hügelzug erahnen. Den See selbst sahen wir dann aber erst als wir direkt vor ihm standen in Estavayer le Lac. 

Auf einem Steg im See kochten wir uns ein Abendessen und brauchten das mitgenommene Gemüse, welches vor Abreise noch in meinem Kühlschrank war, auf. Es war scharf... 

Der Zufall wollte es, dass wir auf dem Grundstück eines Bekannten direkt am See übernachten durften. Wieder zog eine Regenzelle über unser Schlafplatz. Dies erübrigte aber die Frage ob, ich das Regencover montieren sollte oder nicht. 

Etwas über 100 Km und so einige Höhenmeter haben wir also heute geschafft. Das Gepäck hält. Und mein Körper fühlt sich gut. 

Ich freue mich auf Alles was kommt. 


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Kommentare: 2
  • #1

    Germaine (Montag, 28 Juni 2021 06:46)

    Sowas von super! Gute und spannende Fahrten wünsche ich euch! Heid sorg und gniässäts schee

  • #2

    Jüre (Montag, 28 Juni 2021 07:23)

    Ich freue mich auf jeden Reisebericht � Ich wünsche euch eine gute weiterfahrt und viel tolle Erlebnisse.