· 

Klimazonen Überschreitung

Col de Rousset Dääääng!
Col de Rousset Dääääng!

Ist es wirklich Sommer? Und sind wir wirklich in Südfrankreich?

Heute Morgen fühlte sich jedenfalls nicht so an.

Es war bissig kalt. Ich wage zu behaupten nur wenige Grad Celsius über dem Gefrierpunkt. Unsere Zelte sind nass.

Wir fuhren mit der Daunenjacke bis ins nächste kleine Dorf. Dort fanden wir aber alles was unser Biker Herz begehrt. Kaffee, Boulangerie, Strom, Toilette, Geld und Wasser.

Die Sonne schien nun auf die Terrasse des Restaurants und wir konnten uns dank ihr und dem Kaffee wieder erwärmen.

Heute steht der Col de Rousset auf dem Programm. Einige Höhenmeter werden wir zu treten haben.

Nach Verlassen des Dorfes erwartete und aber erstmals eine Abfahrt durch eine kühle Schlucht. 

Es war eine angenehme Steigung die folgte.

Plötzlich merke ich, dass etwas mit Arby nicht stimmte, ich stieg an und musste feststellen, dass nur noch wenig Luft im Hinterrad war.

Wir machten also einen unfreiwilligen Halt.

Adrian meinte, es müsse nicht zwingend ein Loch im Schlauch sein evtl. verliere ich bloss an Luft weil meine Ventile mit Gegendruck arbeiten und ich vielleicht einfach zu wenig Luftdruck im Schlauch hatte.

Auf gut Glück jedenfalls beliessem wir die Reparatur vorerst beim Pumpen.

Der Weiterfahrt stand nun nichts mehr im Wege.

Auf einer gewissen Höhe führte uns die wenig befahrene Hauptstrasse nun grösstenteils flach durch ein Tal.

Kurz bevor der eigentliche Pass dann begann, machten wir Rast und liessen traditionellerweise unsere Zelte trocknen.

Es waren nun noch etwa 14 Kilometer zur Passhöhe und auch diese verliefen regelrecht angenehm.

Oben angekommen genossen wir die schöne Aussicht. Die Haarnadelkurven müssen mit dem Töff auch wunderschön sein. Allgemein ist diese Region ein regelrechtes Töff - Paradis.

Nach erneutem Pumpen von Arby begannen wir die Abfahrt. Es fühlt sich an als hätten wir eine Klimazone überschritten. Die Häuser, die Temperatur und der Lifestyle ist nun viel mediterraner.

Im Dorf "Die" (Für Simpsoms Fans: Nein das ist Deutsch und heisst die Bart, die... ) 

suchen wir uns eine Gartenterasse mit Sonne und liessen es uns gut gehen.

Im Dorfausgang fanden wir eine Tankstelle bei der wir mein Hinterrad richtig Pumpen konnten. 

Wir schafften noch etwa 15 Kilometer bis wir unsere Zelte auf einem wunderschönen, verstecken Platz an einem Bach aufstellen konnten.

Es war ein langer Tag, 93 Kilometer mit über 1100 Höhenmeter wir konnten aber jeden Meter geniessen ob Verti- oder Horizontal... 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0